Bodensee Luftseilbahn
Arbon – Freidorf

Bodensee Luftseilbahn
Arbon – Freidorf

Projekt

Machbarkeitsstudie

Die Erarbeitung der Machbarkeitstudie ARBOBAHN soll mit Fördergeldern finanziert werden. Erste Abklärung mit dem Kanton bezüglich Beitragszahlungen im Rahmen eines NRP-Projekt sind erfolgt.
Mit der Neuen Regionalpolitik (NRP), die am 1. Januar 2008 in der Schweiz in Kraft getreten ist, unterstützen Bund und Kantone das Berggebiet, den weiteren ländlichen Raum und die Grenzregionen in ihrer regionalwirtschaftlichen Entwicklung. 2016 ist die NRP in ihre zweite achtjährige Förderperiode gestartet. Im Vergleich zur ersten Programmperiode 2008–2015 fokussiert die NRP ab 2016 vermehrt auf zwei Förderschwerpunkte. Den einen Schwerpunkt bildet der Bereich Industrie und hier im speziellen die Förderung Regionaler Innovationssysteme (RIS). Zum andern steht der Tourismus im Zentrum.

Geplante Linienführung

Talstation Arbon

Unweit vom Bahnhof Arbon im leerstehenden ehemaligen Saurer-Heizwerk. Selbstfahrender ÖV-Bus sowie P&R-Möglichkeiten können erstellt werden.

Strecke

Die Linienführung erfolgt über Gewerbe- und Landwirtschaftszonen. Sie überfahrt keine Wohngebiete.

Zwischenstationen

Grundsätzlich möglich; Optionen werden in der Machbarkeitsstudie geklärt

Bergstation Freidorf

Unmittelbar unterhalb des Restaurant Mammertsberg. Mit einer unterirdischen Verbindung von der Bergstation zum Bahnhof, d.h. die Querung der parallel zum Bahnhof verlaufenden Schulstrasse, erreicht man bequem und sicher die Zugsverbindungen nach St. Gallen / Romanshorn.

Technik

Die technische Machbarkeit für eine Kabinen-Umlaufseilbahn ist von ausgewiesenen Spezialisten bestätigt. Auf ca. 4‘000 Meter Länge überfahren die Gondeln 15 Stützen und überwinden 160 Höhenmeter: Die Fahrzeit beträgt 12 Minuten. Der flüsterleise Betrieb ist bedarfsgesteuert. Die Anzahl fahrender Kabinen ist auf den Taktfahrplan des Bahnverkehrs nach St.Gallen und Romanshorn abgestimmt. Der Betrieb kann auch auf einen möglichen 20 Minuten- oder 15 Minuten-Taktfahrplan ausgelegt werden.

Kabinen

Die Seilbahn ist mit einer grösseren Anzahl Gondeln mit bequemen Sitzbänken für jeweils 10 Personen ausgerüstet. Es gibt Möglichkeiten für den Transport von Kinderwägen und Fahrrädern.

Attraktionen

Den herrlichen Ausblick aus der Kabine über den Bodensee werden die Pendler schätzen. Die Bewohner der Region Oberthurgau – St.Gallen werden die ARBOBAHN für ihre Freizeitaktivitäten nutzen. Die Seilbahn wird Ausflugstouristen vom Bodenseeradweg anziehen und das Hotelgewerbe beleben. Besucher des geplanten Kantonalen Historischen Museums in unmittelbarer Nähe können ihren Besuch im Oberthurgau mit einer Seilbahnfahrt kombinieren. Der Ermittlung des wirtschaftlichen Nutzens mit all ihren Konsequenzen sind Gegenstand der Machbarkeitsabklärung.

Umweltverträglichkeit

Die Marchbarkeitsstudie wird ein spezielles Augenmerk auf diese wichtige Voraussetzung richten. Die Anliegen der Umweltverbände werden in die Studie einfliessen. Das Trassee verläuft über Gewerbe-,Landwirtschafts- und Waldrandgebiete. Wohngebiete werden nicht direkt tangiert. Seilbahnen gehören zu den mit Abstand umweltschonendsten Transportmitteln. Sie erfüllen strengste Umweltanforderungen vorbildlich. Bezüglich CO2-Belastung beim Bau und Betrieb ist diese Transporttechnologie kaum zu unterbieten. Gleichzeitig bieten Seilbahnen vielfältige betriebliche und ökonomische Vorteile.

Investitionen

Gemäss heutigem Kenntnisstand sind für die Seilbahn Investitionen von ca. CHF 25 Mio.erforderlich. Die Kosten für Detailplanung, Zusatzbauten, Infrastrukturanlagen, Bewilligungsverfahren, usw. betragen ca. 15 Mio..

Betriebskosten

Die laufenden Kosten einer modernen ÖV-Seilbahn sind im Vergleich zu Busbetrieben jeglicher Art erfahrungsgemäss deutlich günstiger.